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Contracting 27. Juni 2018

Langfristige Verträge und Contracting-Modelle verringern Abhängigkeit vom Welt-Energiemarkt

 

Die Rohstoffpreise gehen seit einigen Monaten regelrecht durch die Decke. Bei Erdöl und Erdgas verzeichnet der Weltmarkt dabei Steigerungen um über 20 Prozent. Gründe sind globale Konflikte und Krisenherde, sowie eine insgesamt instabile und unsichere Weltlage durch die Konfrontation zwischen den USA und der EU, China und Russland.         

Nachdem bereits das Jahr 2017 das teuerste Stromjahr im Bezug auf die Endkundenpreise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gewesen ist, hält die Preisspirale nach oben weiter an. Vorrangige Gründe für die Entwicklung in Deutschland waren die Energiewende und die damit verbundenen gestiegenen Abgaben im Rahmen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) mit seiner Umlage. Der Rekordstand nach Auswertung eines Internetportals belief sich im Jahresmittel 2017 bei Strom für den Endkunden bei 28,18 Cent je Kilowattstunde.

Globale Unsicherheit

Öl und Gold – für viele sind diese Waren das erste, was ihnen einfällt, wenn sie an das Thema „Rohstoffe“ denken. Öl benötigt man zum Heizen, Öl ist Grundlage für Benzin. Öl ist aber auch Voraussetzung für viele Arbeiten in der chemischen Industrie. Gleiches gilt für Erdgas.

Rohstoffmarkt wird differenziert

Klassisch teilt der Markt die Kategorien Energie (z.B. Erdgas und Öl), Edelmetalle (z.B. Silber, Gold und Platin), Industriemetalle (z.B. Aluminium und Blei) und Soft Commodities (z.B. Kaffee, Holz oder Baumwolle). Die Hauptschwierigkeit: Der Marktwert von Rohstoffen kann rasch und dynamisch variieren – vor allem, wenn es zu Produktionsengpässen kommt oder sich gewohnte Handels- und Wettbewerbsbeziehungen verändern.

Seismograph der Weltwirtschaft

Politische Krisen, Embargos oder auch bewusste Drosselung der Förderung - an keinem Parameter lassen sich weltwirtschaftliche Entwicklungen zuverlässiger festmachen als am Messinstrument Welt-Rohstoff- und Energiepreise. Durch aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik der vergangenen Monaten ist das sensible Segment immer rascher und deutlicher in Bewegung geraten. Strafzölle aus den USA für Russland, China, Kanada und die EU. Beschlüsse der erdölexportierenden Länder der OPEC zu Förderrahmen. Die Nordkorea-Politik der Administration Trump - all diese Faktoren haben die Preise am Weltmarkt beeinflusst.

Preissicherheit ist keine Utopie

Dabei lassen sich für Unternehmen Energiepreise absichern. Beispielsweise schaffen Contracting-Vereinbarungen langfristige Fakten für beide Vertragsparteien. Auf zehn, manchmal sogar auf zwanzig Jahre hinaus, können in solchen Kooperationen viele Parameter der Zusammenarbeit verbindlich festgeschrieben werden. Auch Preisbestandteile für Energielieferungen sind oft verhandel- und vereinbar. Die Abnahmemenge mag variieren und deshalb der Endpreis geringfügig abweichen, der Grundpreis für den Einkauf der Kilowattstunde Erdgas oder Fernwärme kann aber vertraglich fixiert werden. Heute auch schon bis 2025 oder darüber hinaus. Oft sind solche Festpreisbestandteile auch noch steuerlich absetzbar.

Energieeinkauf bei den Stadtwerken Soest

Eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten in der gesamten Energiewirtschaft ist heute nämlich der Energieeinkauf, im Fachchinesisch: Beschaffung. Hier wird am meisten Geld verdient, wenn alles optimal läuft, oder eben Ressourcen verbrannt, wenn schwerwiegende Fehler gemacht werden oder Fehlannahmen zu Fehlschlüssen führen. Fehlkäufe sind dann nämlich die Folge und die Mengen, in denen ein Stadtwerk von der Größenordnung wie Soest einkauft, bedeuten dann schnell Defizite in Bereichen, die weh tun.

Kostensicherheit ein Ziel

Deshalb ist Preisstabilität und Planbarkeit beim Thema Kosten sowohl für den Lieferkunden als auch für den Lieferanten, die Stadtwerke Soest, ein wichtiges Ziel. Kommunikation zwischen Kunde und Einkäufer können dafür sorgen, dass Abnahmemengen für den Kunden optimiert beschafft werden. Das bedeutet, das gesamte Beschaffungs-Know-How der Stadtwerke Soest kommt dem Kunden dabei zugute und er erzielt für sich Einkaufspreise, die am Markt ansonsten nur schwer zu realisieren wären.

Wer mehr zum Thema Einkauf und optimierte Beschaffung erfahren will, der wendet sich bitte an:
Jörg Kuhlmann
Beschaffung/Vertrieb/Energiedienstleistungen
Tel.:      02921/392-235
Mobil:   0171/6300719
E-Mail: j.kuhlmann@stadtwerke-soest.de

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