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Energienews 02. April 2019

Regionales Grünstromprodukt kann auf individuelle Kundenwünsche reagieren

Die Stadtwerke Soest sind dabei, ihre Ausrichtung auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit einem neuen Produkt weiter zu stärken. Der „Regionalstrom“ kommt voraussichtlich in den nächsten Monaten und ist für Gewerbe- wie für Privatkunden gemacht. Die Idee dahinter: Der Kunde kann – bequem und online – auf einer Lokalstrombörse aus einer Vielzahl von dezentralen regenerativen Erzeugungsanlagen Strommengen für sich einkaufen und so seinen individuellen Strom-Mix selbst bestimmen.

Webbasierte Regionalstrom-Plattform

Aus den Wunschanlagen, die allesamt nicht weiter als 50 Kilometer vom Abnehmer angesiedelt sind, stellt sich der Nutzer sein Portfolio zusammen. Das kann die Erzeugung aus der PV-Anlage auf einem Schuldach sein, dazu kommt die Windkraft von zwei Mühlen in der Umgebung und vielleicht noch eine lokale Wasserkraftanlage in der Region. So entsteht tatsächlich ein regionaler, regenerativer Strom-Mix, der CO2-Neutralität weitgehend sicherstellt.

Energiewende wird greifbar

Weitere Vorteile: „Stromodul“ ist innovativ, macht die Energiewende konkret und begreifbar, ist ökologisch sinnvoll und bringt Erzeuger und Abnehmer erstmals unmittelbar zusammen. Derzeit wird noch an der Strom-Plattform programmiert, danach folgt eine Probephase mit Pilotkunden und schließlich das entsprechende korrigierende Qualitätsmanagement-Programm, das die Kinderkrankheiten aus dem System ausmerzen soll.

Ziel: CO2-Ausstoss verringern

Der Going-Live-Termin folgt dann aller Voraussicht nach im Herbst. Die Erfüllung der Klimaschutzziele wird durch das Management vor Ort besser handhab- und erreichbar. Die Erzeugungsanlagen befinden sich allesamt in unmittelbarer Nachbarschaft und können besucht und begutachtet werden. Wer mit sogenannten Smart Meter Zählern ausgerüstet ist, kann sogar genau erkennen, von wo gerade wieviel Strom in den eigenen Verbrauch eingespeist wird. Strom-Management wird nachvollziehbar und ökologisch.

Nachvollziehbarkeit

Jede verbrauchte Kilowattstunde wird so nachvollziehbar. Verbrauch und Erzeugung stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang und bilden so ein neues Qualitätsmerkmal bei der konkreten Energiewende vor Ort. Die Macher bei den Stadtwerken Soest rechnen zu Beginn mit rund zwei Dutzend Erzeugeranlagen, die beim Regionalstrom mitmachen und einigen hundert Kundinnen und Kunden. „Wir wollen das Stück für Stück aufbauen und hoffen zum Jahresende schon auf erste Ergebnisse und einen Überblick über den Prozessverlauf“, sagt einer der verantwortlichen bei den Stadtwerken, Diplom-Kaufmann Mirko Paul.

Mehr Informationen zum regionalen Grünstromprodukt:

Mirko Paul

Telefon 02921.392-238

m.paul@stadtwerke-soest.de

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